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Von Anfang kurios verlief die Schachkreis Zugspitze Blitz-Mannschaftsmeisterschaft am 30.04.11 im Bad Tölzer Stadtteil Ellbach.
Zum offiziellen Meldeschluss hatten sich fünf Teams eingefunden. Die Gastgeber machten von der Spielgemeinschaftsregelung Gebrauch und nominierten den als Schiedsrichter angereisten Marcus Steiner (TV Tegernsee) am Spitzenbrett, damit sich der Hauptausrichter, Sebastian Strein, auf Organisatorisches konzentrieren konnte.
Während bereits die zweite Runde lief, traf Gauting mit drei Spielern ein. Um die Wartezeit von Penzberg, die eine Spielgemeinschaft mit Großweil und Bichl gebildet hatten, zu verkürzen, wurden diese kurzerhand herausgefordert. Es folgte trotz Unterzahl die erste Überraschung: Gauting unterlag!
Nachdem auch alle anderen Mannschaften zugestimmt hatten, wurde Gauting als Nr. 6 aufgenommen, das Zweitrundenergebnis offiziell gewertet. Inzwischen war Rainer Walesch, ebenfalls von Tegernsee, als Zaungast eingetroffen und ließ sich für´s erste Brett gewinnen. Anschließend wurde der Vergleich mit Starnberger See nachgeholt. Gauting erzielte wie in der Rückrunde ein Mannschaftsunentschieden gegen die haushohen Favoriten.
Da die 3-Punkte-Regel angewendet wurde, gab es bis zum Schluss immer wieder überraschende Positionswechsel:
Die Setzlistenletzten aus Miesbach erwiesen sich als echte Bitzfüchse. Bis zu Beginn der Rückrunde lagen sie immer wieder in Führung! Erst während des zweiten Durchganges ließ die Kraft etwas nach. So kämpften in der letzten Runde vier Mannschaften um die Ehrenplätze hinter „StarSee“:
Gauting bezwang Bad Tölz knapp und sprang, da gleichzeitig Starnberger See Miesbach und Wolfratshausen Penzberg jeweils 4:0 bezwangen, auf den 2. Platz vor Miesbach! Der nominellen Nr. 2, Wolfratshausen, war wenigstens ein versöhnlicher Turnierabschluss vergönnt.

Das Abschneiden der Mannschaften verdeutlicht, dass die hinteren Bretter im Schach zu Unrecht nicht immer genügend gewürdigt werden. Für eine vordere Endplatzierung war neben drei wenigstens guten Einzelergebnissen je Mannschaft meist eine starke Leistung an Brett 3 und 4 entscheidend: Hier holten mit je 8 Siegen bei 2 Niederlagen SFF Sebastian Finsterwalder (3), Ulrich Sperber (4, beide Gauting) und Reinhold Pohle (4, Starnberger See) die Brettpreise. Auch der Miesbacher Josef Zentner beeindruckte mit 7:3 am 2. Brett, der nur Florian Mayr vom Meister (7,5:2,5) nachstand.
Das beste Ergebnis aller Teilnehmer erzielte FM Bernd Salvermoser am 1. Brett mit 9:1, der sich allerdings ein Mal der Nummer 2, Marcus Steiner (8,5:1,5) geschlagen gab.

Die Teilnehmer forderten Tölz auf, weitere Turniere auszurichten. Denn die Gastgeber hatten Standards gesetzt:
• Beachtliche Pokale für die ersten Drei, Wein oder Sekt sowie relativ umfangreiche Grill- und Messersets gesponsert von AMC für jedes Team.
• Der Schützenwirt bot einen hellen und geräumigen Spielsaal mit Traumkulisse aus oberbayerischen Wiesen und Bergen, die einige nach Turnierschluss zum gemütlichen Verweilen oder Wanderungen einlud.