Sie sind hierErgebnis-Archiv

Ergebnis-Archiv


DruckversionDruckversion
  

Schnellschach-Einzelmeisterschaft 2012 in Bad Tölz

RangNameVerein1234PunkteBuchhBSum
1.Steiner,MarcusSF Bad Tölz½11  2.52.8
2.Nelson,WayneSF Bad Tölz**01  1.52.3
3.Pohle,ReinholdSF Starnberger See1**0  1.01.5
4.Thiel,FabianTUS Holzkirchen01**  1.01.0


Für die Ausrichtung der Kreis-Schnellschachmeisterschaft hatte sich nur ein Verein interessiert. Da es im Gegensatz zu früher Saalmieten keine unübliche Forderung sind, war es leider erst wenige Tage vor dem festgesetzten Turniertermin möglich, einen geeigneten Austragungsort, das Schützenhaus im Tölzer Stadtteil Ellbach, zu finden.

Aufgrund der späten Ausschreibungsveröffentlichung ist es nicht allzu überraschend gewesen, dass letztlich nur vier Spieler an den Start gegangen sind. Bedauerlich war, dass vom Ausrichter nur zwei Vertreter (Marcus Steiner, Wayne Nelson) teilnehmen konnten. Besonders (kurzfristige) Arbeitseinsätze, allerdings auch die Konkurrenz anderer Sportarten sowie das Föhnausflugswetter waren für ca. acht Absagen verantwortlich.
Letztlich wurde es dennoch zu einer offenen Tölzer Meisterschaft, da der für den Regionalligist SF Starnberger See spielende Reinhold Pohle ebendort lebt. Das Feld wurde von der großen Unbekannten, dem Holzkirchner Nachwuchsspieler Fabian Thiel, komplettiert.
Der Jugendliche war wahrlich eine großen Überraschung! Die Wertungszahl wurde seinen Angriffsideen in keiner Weise gerecht. Wenn er zukünftig etwas mehr Gebrauch von der Bedenkzeit machen sollte, ist ein deutlicher Aufstieg denkbar. Belohnt wurde SF Thiel durch ein Grundlinienmatt gegen SF Pohle in der letzten Runde.
Damit war Letzterer seiner kleinen Chance auf den geteilten Turniersieg beraubt. SF Steiner bot in einer dynamisch ausgeglichenen Stellung zwei Mal Remis, bevor auch SF Nelson seine Bemühungen um ein Aufschließen in der Rangliste einstellte. Somit war der Doppelerfolg der Gastgeber sichergestellt; eine kleine Überraschung nach Nelsons Selbsthinrichtung gegen Pohle in der Auftaktrunde. In dieser hatte Steiner dank schwarzfeldriger Dominanz einen erfolgreichen Mattangriff gegen Thiel erzielt.
Während Nelson in der zweiten Runde gegen Thiel seine Vorteile sicher nutzte, zogen Pohle und Steiner alle denkbaren Nervenjoker: Schwarzer Bauerngewinn in der Eröffnung, weißes Läuferpaar bei heterogenen, relativ offenen Rochadestellungen (mit diversen Schach/Mattdrohungen); am Kulminationspunkt: Schwarz gibt die freiwillig selbstfesselte Dame für Turm (und Springer), Weiß verzichtet auf einen Figurengewinn, um ein gefährliches Eindringen eines schwarz Turms zu vermeiden, Schwarz wiederum lässt weiter den Springer zugunsten totaler schwarzfeldriger Kontrolle einstehen. Weiß erlegt nun das Danaerross trotz mangelhafter Koordination der eigenen Truppen, schon erobern die schwarzen Türme die 2. Reihe. Die weiße Dame versucht ihren König noch zu retten. Doch die gegnerischen Figuren sind ihr überlegen.